Christian Winsemann

Christian Winsemann
Bahnhofstr. 25
27446 Selsingen
Tel. 04284 8711

Wir, der Ortsverein der SPD-Selsingen, wünschen Christian Winsemann weiterhin viel Erfolg bei der Wahrnehmung seines Mandats in unserer Kreisstadt Rotenburg/Wümme. Wir wissen, dass er die Interessen der Bürgerinnen und Bürger dieser Region gut vertritt.

Lehrenden vertrauen!

Die drei Kreistagsfraktionen der SPD, B90/Die Grünen und Die Linke haben sich entschlossen, den Lehrenden in allen Schulformen ihre Solidarität auszusprechen und stellen sich somit gegen überwachungsähnliche Aktionen aus dem politisch rechten Lager.

Der Antrag zur Beschlussfassung an den Kreistag im Wortlaut:

Herrn Landrat
Hermann Luttmann
Kreishaus
Hopfengarten 2
27356 Rotenburg

Entschließungs-Antrag: „Kreistag vertraut Lehrenden“

Sehr geehrter Herr Landrat Luttmann, sehr geehrte Kreistagskolleginnen und Kreistagskollegen,

Die Kreistagsfraktionen SPD und Bündnis90/Die Grünen beantragen gemeinsam mit dem Abgeordneten der Partei DieLinke, folgende Erklärung in der kommenden Sitzung des Kreistages, planmäßig am 21.03.2019, zu beschießen:

Der Kreistag des Landkreises Rotenburg (Wümme) stellt fest:

1. Der Kreistag des Landkreises Rotenburg (Wümme) vertraut den Lehrerinnen und Lehrern, dass sie die Neutralitätspflicht gegenüber allen Parteien/Vereinen/Verbänden/Religionen etc. einhalten. Vor diesem Hintergrund wird jeglicher Versuch verurteilt, der die Lehrenden in ihrer Lehrfreiheit einschränkt, insbesondere der Versuch, mit einer Internetplattform vermeintliche Verstöße in der Lehre melden zu lassen. Der Kreistag ist sich einig, dass so eine Internetplattformen Misstrauen sät und Lehrende unter einen Generalverdacht stellt.

2. Des Weiteren sieht der Kreistag es als wichtig an, dass undemokratische und menschenverachtende Aspekte, Worte oder Taten jedweder Organisation – ob zivilgesellschaftlich oder auch parteipolitisch – im Unterricht aufgezeigt werden und den Schülerinnen und Schülern kritisches Denken sowie eine demokratische und weltoffene Grundüberzeugung nahegebracht wird. Vor diesem Hintergrund dankt der Kreistag allen Lehrerinnen und Lehrern für Ihre verantwortungsvolle Arbeit im Allgemeinen und im Besonderen in der politisch-gesellschaftlichen Bildung.

Mit freundlichen Grüßen

 

Bernd Wölbern Reinhard Bussenius Nils Bassen
SPD Bündnis 90/Die Grünen Die Linke

05.02.2019

SPD-Kreistagsfraktion will Infrastruktur zur neuen Mobilität fördern.

 

In einem großen Landkreis wie dem LK ROW hat die individuelle Mobilität einen vorragenden Stellenwert. Im Hinblick auf die zunehmende Anzahl von alternativ zur Antriebsart mit fossiler Energie angetriebenen Fahrzeuge mit Strom halten wir es für strukturell bedeutsam, diesen neuen Antrieben auch mithilfe der dafür erforderlichen Infrastruktur zum Durchbruch zu verhelfen. Das soll ein Beitrag zur Verminderung von kraftstoffbedingtem Ausstoß sein und berücksichtigt auch die Tatsache, dass viele unserer Mitbürgerinnen und Mitbürger zur Arbeitsstelle pendeln müssen.

Deshalb hat die SPD-Kreistagsfraktionzum Antrag einer Förderrichtlinie für den Ausbau der Ladeinfrastruktur" hat einen Entwurf einer Förderrichtlinie erarbeitet.
Der Wortlaut der Richtlinie auszugsweise im Folgenden.


Herrn Landrat Hermann Luttmann
Kreishaus
Hopfengarten 2

27356 Rotenburg

02. November 2018

Nachsendung zum

Antrag „Programm zur Gewährung einer Förderung des Aufbaus öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur (LIS) im Landkreis Rotenburg (Wümme)“

Sehr geehrter Herr Landrat Luttmann,

Ergänzend zum o.g. Antrag übersende ich einen Entwurf zum „Förderprogramm zur Gewährung einer Förderung des Aufbaus öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur im Landkreis Rotenburg (Wümme)“

Ich bitte um Weiterleitung an die Abgeordneten des Kreistages.

Bernd Wölbern
Vorsitzender

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Entwurf/Vorschlag einer Förderrichtlinie zum Aufbau öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur (LIS) im Landkreis Rotenburg (Wümme)“

Gefördert wird:

a) Öffentliche Ladeinfrastruktur

mit zwei Ladepunkten (mind. 22 kW und Netzanschluss); der Zuschuss beträgt 50 % der förderfähigen Kosten, jedoch nicht mehr als 2.500 €.

Beispiel:

Die förderfähigen Kosten für die Installation der Ladeinfrastruktur belaufen sich auf 15.000 €. Der durch die Förderrichtlinie des Bundes gewährte Zuschuss beträgt 50 %, also 7.500 €. Die verbleibenden förderfähigen Kosten betragen somit 7.500 Euro. Hiervon sind 50% förderfähig – also 3.750 Euro. Da der Betrag aber auf 2.500 € gedeckelt ist, bekommt der Antragsteller die maximalen 2.500 € als Zuschuss für die Ladeinfrastruktur ausgezahlt.

Beschreibung:

Bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur darf es keinerlei Zugangsbeschränkungen geben. Die Nutzung der Ladeinfrastruktur muss für jedermann und 24 Stunden an sieben Tagen die Woche zugänglich sein (z. B. Ladestationen entlang von öffentlichen Straßen und Plätzen, an Bahnhöfen oder Rastplätzen).

Gesamtanforderungen:

Steckerstandard: Typ 2 Steckdose für Wechselstrom ggfs. Schuko-Anschluss. Die Ladeinfrastruktur muss 24/7 öffentlich, barrierefrei und ohne Gebühr zugänglich sein.

  • Es muss ein Anschluss an das öffentliche Stromnetz erfolgen
  • Der Strom muss zu den marktüblichen Kosten bereitgestellt werden.
  • Die Ladeinfrastruktur muss entsprechend gekennzeichnet sein.
  • Die Ladeinfrastruktur muss durch zertifizierten Öko-Strom versorgt werden.
  • Alternativ ist auch der Betrieb der Ladeinfrastruktur mit Strom aus eigenen
  • Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie möglich.

Nachweise und Leistungen als Fördervoraussetzung

  • Nachweis über das beabsichtige Abrechnungssystem und die geplanten Stromtarife.
  • Anzahl der Ladepunkte und verfügbarer Leistung Zertifizierter Öko-StromLiefervertrag des Energieversorgers bzw. bilanzierter Nachweis der Versorgung der Ladeinfrastruktur über die eigene Anlage zu Erzeugung erneuerbarer Energie.

b) Halböffentliche Ladeinfrastruktur

mit Ladepunkt und Netzanschluss. Der maximale Zuschuss beträgt 50 % der förderfähigen Kosten, jedoch nicht mehr als maximal 2.000€. Beispiel:

Die förderfähigen Kosten für die Installation der Ladeinfrastruktur belaufen sich auf 10.000 €. Der Zuschuss beträgt 50 %, würde somit bei 5.000 € liegen. Da der Betrag aber auf 2.000 € gedeckelt ist, bekommt der Antragsteller die maximalen 2.000 € als Zuschuss für die Ladeinfrastruktur ausgezahlt.

Beschreibung:

Die halböffentliche Ladeinfrastruktur kann nur zu den Betriebs- oder Öffnungszeiten genutzt werden oder ist nur über eine Schranke zugänglich (z. B. private Kundenoder Besucherparkplätze).

Gesamtanforderungen:

  • Steckerstandard: Typ 2 Steckdose für Wechselstrom.
  • Die Ladeinfrastruktur muss zu den Betriebszeiten (mindestens 8 Stunden am
  • Tag) öffentlich und kostenfrei zugänglich sein.
  • Der Strom wird für die ersten zwei Betriebsjahre vom Antragsteller kostenlos
  • zur Verfügung gestellt.
  • Die Ladeinfrastruktur muss entsprechend gekennzeichnet sein.
  • Es muss ein Anschluss an das private Stromnetz erfolgen.
  • Die Ladeinfrastruktur muss durch zertifizierten Öko-Strom versorgt werden.

Alternativ ist auch der Betrieb der Ladeinfrastruktur mit Strom aus eigenen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie möglich.

Nachweise und Leistungen als Fördervoraussetzung

  • Angaben zur Verfügbarkeit und Anzahl der Ladepunkte mit der jeweiligen Leistung zertifizierter Öko-Strom-Liefervertrag des Energieversorgers bzw. bilanzierter Nachweis der Versorgung der Ladeinfrastruktur über die eigene Anlage zu Erzeugung erneuerbarer Energie.

c) Private Ladeinfrastruktur

Mit 50 % der förderfähigen Kosten, maximal 750 €; ein Nachweis über die Zulassung eines eigenen E-Autos mit Berechtigung für ein E-Kennzeichen oder die dauerhafte Überlassung als Firmenwagen mit Privatnutzung ist Voraussetzung. (Berechtigung EKennzeichen: Elektrofahrzeuge, Brennstoffzellenfahrzeuge und auch von außen aufzuladende Hybridautos, so genannte Plug-In-Hybridfahrzeuge.

Festgelegt wurde eine Schadstoffgrenze von maximal 50 Gramm CO 2 pro Kilometer. Dazu muss ein E-Fahrzeug im vollelektronischen Betrieb eine Mindestreichweite von 40 km bewältigen)

Beispiel:

Die förderfähigen Kosten für die Installation der Ladeinfrastruktur belaufen sich auf 800 €. Der Zuschuss beträgt 50 %, würde somit bei 400 € liegen.

Beschreibung:

Der Zugang zur privaten Ladeinfrastruktur erfolgt nur mit der Erlaubnis des Eigentümers (z. B. auf Privatgrundstücken von Einfamilienhäusern mit eigener Garage oder eigenem Stellplatz). Gesamtanforderungen:

  • Steckerstandard: Typ 2 Steckdose für Wechselstrom.
  • Es muss ein Anschluss an das private Stromnetz erfolgen.
  • Die Ladeinfrastruktur muss durch zertifizierten Öko-Strom versorgt werden.

Alternativ ist auch der Betrieb der Ladeinfrastruktur mit Strom aus eigenen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energie möglich.

Nachweise und Leistungen als Fördervoraussetzung

  • Kopie des Kfz-Scheines des im Landkreis Rotenburg (Wümme) zugelassenen E-Fahrzeugs bzw. Bestätigung des Arbeitgebers, dass ein im Landkreis Rotenburg (Wümme) zugelassenes E-Firmenfahrzeug privat genutzt wird.
  • Zertifizierter Öko-Strom-Liefervertrag des Energieversorgers bzw. bilanzierter Nachweis der Versorgung der Ladeinfrastruktur über die eigene Anlage zu Erzeugung erneuerbarer Energie.

Förderzeitraum

Der Förderzeitraum beginnt am 15. Januar 2019 und endet am 31. Dezember 2021.

Antragsunterlagen gibt es beim Landkreis Rotenburg (Wümme) Stabsstelle Kreisentwicklung Hopfengarten 2 27356 Rotenburg (Wümme)

Wichtig:

  • Es wird ausschließlich die Neuerrichtung von Ladeinfrastruktur gefördert. Dazu zählen der Kauf und die Langfristmiete (mind. 8 Jahre). Die Langfristmiete erfordert eine Einmalzahlung zu Beginn. Planung, Genehmigungsprozess und Betrieb sind von einer Förderung ausgeschlossen.
  • Als förderfähige Kosten gelten die Kosten, die für die Installation / die Errichtung der Ladeinfrastruktur anfallen. Darunter fallen z.B. Elektroinstallationskosten, Kosten für die Ladeinfrastruktur, Kosten für den Stromanschluss.
  • Die Förderung des Landkreises Rotenburg (Wümme) ist mit der Bundesförderung zur Ladeinfrastruktur oder anderen Förderprogrammen kumulierbar. Der nach Abzug der Förderung Dritter verbleibende Anteil gilt als förderfähiger Kostenanteil für dieses vorliegende Programm.
  • Nur Anlagen, die zwischen dem 01.01.2019 und 31.12.2021 in Betrieb genommen werden, können gefördert werden.
  • Die Mindestbetriebsdauer der Ladeinfrastruktur beträgt 5 Jahre. Für die Gewährleistung der Funktionstüchtigkeit und Wartungsarbeiten ist der Antragsteller verantwortlich.
  • Es wird ausschließlich Ladeinfrastruktur gefördert, die ihren Standort im Landkreis Rotenburg (Wümme) hat.
  • Das Formular „Antrag und Zahlungsanforderung“ ist auszufüllen und mit den jeweils angegeben Anlagen beim Landkreis (o.g. Anschrift) unterschrieben einzureichen.
  • Die Beantragung kann nach Abschluss der Errichtung der Ladeinfrastruktur erfolgen.

Zu beachten ist der Förderzeitraum 15.01.2019 - 31.12.2021.

Die Auszahlung der Förderung erfolgt auf der Grundlage der vollständig vorgelegten Unterlagen und nach Abschluss der Prüfung der eingereichten Antragsunterlagen.

Nach Auszahlung der Förderung wird ein Förderhinweis bereitgestellt. Dieser Förderhinweis ist für die jeweilige Ladeinfrastruktur zu platzieren.

Bei öffentlicher und teilöffentlicher Ladeinfrastruktur wird mit dem Erhalt der Förderung zugestimmt, dass die Ladepunkte durch den Landkreis dokumentiert und publiziert werden.

Es besteht kein Rechtsanspruch auf eine Förderung.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Landkreis Rotenburg (Wümme) Stabsstelle Kreisentwicklung Kreishaus Rotenburg (Wümme), (...) Zimmer ... Hopfengarten 2 27356 Rotenburg (Wümme) Telefon: 04261 983- . . . Telefax: 04261 983-2897 ...

SPD besucht R & U Schuh in Alfstedt
Sozialdemokraten nehmen positive Eindrücke mit


Die SPD Kreistagsfraktion nutzte am 15.10. die Gelegenheit, sich bei einem Besuch in Alfstedt über die Firma R & U Schuh, Inhaber Uwe und Rita Steffens, einen umfassenden Eindruck zu verschaffen. Seit zwei Jahren ist der Sohn Jan-Ole als Geschäftsführer mit dabei.
Auf Initiative des SPD Kreistagsabgeordneten Klaus Manal (Ebersdorf) machten sich die

Mitglieder der SPD Kreistagsfraktion am vergangenen Montag auf den Weg nach Alfstedt. Ziel dieser Reise war der Betrieb von Uwe Steffens, der gemeinsam mit seiner Frau Rita und Sohn Jan-Ole von Alfstedt aus eine überaus erfolgreiche Kette von Schuhgeschäften betreibt.
Unter der Marke „Schuh-Mann“ verfügt das Unternehmen von Cuxhaven über Norderney bis Meppen  über 53 moderne Schuhgeschäfte, in denen die Kunden eine breite Palette an ausgesuchten und auch eigenen Schuhmarken finden. Vor der wöchentlichen Fraktionssitzung stelle Uwe Steffens der Kreistags-Fraktion sein Unternehmen und die gelebte Unternehmensphilosophie - der Mittelständler beschäftigt mehr als 350 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - anschaulich vor. Mittels eines ausgeklügelten Warenwirtschaftssystem, insbesondere durch die Vernetzung des Kassensystems mit dem Warenlager, wird die automatisierte Belieferung der Filialen

 

 

 

 

sichergestellt. Seit 1985 sind Rita und Uwe Steffens als selbständige Schuhhändler aktiv, habe das Geschäft von der Pike auf gelernt und legen besonderen Wert auf ein gutes Betriebsklima. „Nur wenn die Mitarbeiter gerne zur Arbeit kommen, hat so eine Firma Zukunft“, so Steffens. Der Gang durch die Lager und Betriebsräume belegte dies eindrücklich: R & U Schuh ist ein in jeder Hinsicht gesundes und wachsendes Unternehmen.
Mit vielen guten Eindrücken und nach einer abschließenden Fragerunde kam die Kreistagsfraktion dann in der anschließenden Fraktionssitzung zusammen, um über aktuelle Themen der Kreispolitik und zur Vorbereitung der nächsten Sitzung des Kreisausschuss zu beraten.
Am Ende des Tages bedankte sich der Fraktionsvorsitzende Bernd Wölbern bei Uwe Steffens für die Möglichkeit, in Alfstedt als Fraktion zu tagen. Wölbern stellte fest, dass es sicherlich für einige Mitglieder der Fraktion überraschend gewesen ist, ein derartig erfolgreiches mittelständisches Unternehmen im nördlichsten Teil des Landkreises vorzufinden. Er wünschte Uwe Steffens und seinem Team für die Zukunft weiterhin viel Erfolg.

25.10.2018

Antrag der SPD-Kreistagsfraktion in ROW zum "Tankstellenaufbau" für Elektrofahrzeuge

Herrn Landrat Hermann Luttmann
Kreishaus Hopfengarten 2
27356 Rotenburg

15. Oktober 2018

Antrag

„Programm zur Gewährung einer Förderung des Aufbaus öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur (LIS) im Landkreis Rotenburg (Wümme)“

Sehr geehrter Herr Landrat Luttmann, der Bericht über die Studie des ehemaligen Regierungebezirkes Lüneburg zur E-Mobilität hat die Notwendigkeit für den Ausbau der Ladeinfrastruktur im Landkreis deutlich aufgezeigt.

Namens und im Auftrage der SPD-Kreistagsfraktion beantrage ich darum das Folgende:

Der Kreistag des Landkreises Rotenburg (Wümme) beschließt:

1. Der Landkreis Rotenburg (Wümme) legt ein „Programm zur Gewährung einer Förderung des Aufbaus öffentlicher, halböffentlicher und privater Ladeinfrastruktur (LIS)im Landkreis Rotenburg (Wümme)“ auf.

2. Für die Erreichung dieses Zieles stellt der Landkreis in den Jahren 2019 bis 2021 jeweils ein jährliches Gesamtbudget von 250.000 € zur Verfügung. Die Gesamtfördersumme beträgt mithin 750.000 €.

3. Neben der öffentlichen LIS soll der Ausbau halböffentlicher und privater LIS unterstützt und gefördert werden.

4. Eine entsprechende Förderrichtlinie ist zeitnah zu erarbeiten.

Mit freundlichem Gruß

gez. Bernd Wölbern Vorsitzender

SPD: „Klimaschutz-Leuchtturm für Frau Dr. Hornhardt“

Sozialdemokraten kritisieren Landrat

„Ich freue mich, dass der Landkreis Rotenburg für das Projekt >>Zehn Tage unter Strom<< vom niedersächsischen Umweltminister Olaf Lies eine Urkunde und einen Scheck über 4.000 Euro erhalten hat. Unterstreicht diese Auszeichnung doch die mutige Weitsicht, die der Kreistag mit seinem seinerzeitigen Beschluss an den Tag gelegt hat. Schade nur, dass die eigentliche Initiatorin der Idee, Frau Dr. Gabriele Hornhardt in der Berichterstattung des Landkreises so gar keine Erwähnung findet“, so der SPD-Fraktions-Chef im Kreistag, Bernd Wölbern.

In den regionalen Printmedien des Landkreises und selbst auf Facebook war es kürzlich zu lesen: Der Landkreis Rotenburg wird vom Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz für sein Projekt „Zehn Tage unter Strom“ als „Klimaschutz-Leuchtturm“ mit einer Urkunde und einem Scheck über 4.000 Euro ausgezeichnet. Auf dem der Landkreis-PM beigefügten Foto nehmen der Landrat sowie die zuständigen Sachbearbeiter des Landkreises den Preis entgegen. Im begleitenden Text wird der Landrat dem Satz zitiert: „Im ländlichen Raum steht das Thema Mobilität im Mittelpunkt und das E-Auto ist eine echte klimafreundliche Alternative.“ Über die Initiative zu dem Projekt heißt nur lapidar, dass sie auf einen „Antrag aus dem Kreistag“ hervorgegangen ist.

„Bedauerlich“ findet SPD-Chef Wölbern die Berichterstattung der Kreisverwaltung, denn „die Kreistagsfraktion der SPD hat die Entwicklung dieses Projektes nicht nur von Beginn an positiv begleitet, sondern massiv vorangetrieben. Es stellt sich uns daher die Frage, ob die Personen auf dem Podium der Preisübergabe eigentlich die richtigen Repräsentanten des Projektes sind?
Schließlich waren es in erster Linie und namentlich die damaligen Kreistagsabgeordneten Dr. Gabriele Hornhardt (WFB) und Ralf Borngräber (SPD), die mit Unterstützung der damaligen Mehrheitsgruppe aus SPD, Grünen und WFB, dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem Autohaus Warncke aus Tarmstedt auf den Weg und voran gebracht haben. Die Initiatoren waren dabei z.T. erheblichen Widerständen und persönlichen Angriffen seitens der CDU und auch des Landrates ausgesetzt. Wir meinen, es wäre ein Zeichen von Größe und Anerkennung gewesen, die wirklichen Akteure zumindest in der Presseerklärung des Landkreises gebührend zu erwähnen. So bleibt nur der schwache Eindruck des fremden Federschmucks. Chance vertan. Schade.“

25.10.2018

SPD will Alternativ-Standorte für Windenergie

Kreistagsfraktion besucht Windpark in Hamersen

„Der Wind weht rau, wenn es um die zukünftige Entwicklung der Energieerzeugung durch Windenergieanlagen (WEA) im Landkreis Rotenburg geht“, so die Einschätzung des SPD-Faktions-Vorsitzenden Bernd Wölbern. Sein Fraktionskollege und SPD-Kreisvorsitzender Klaus Manal hatte einen vor Ort-Termin in Hamersen organisiert, den die Sozialdemokraten für einen fachlichen Gedankenaustausch nutzten.

Mit Horst Mangels, erfahrener Initiator und Betreiber von WKA und zudem Vorsitzender des Regionalverbands Elbe-Weser-Süd des Bundesverband WindEnergie, und dem Bürgermeister der Gemeinde Hamersen, Gerd Kaiser, standen den SPD Kreistagsmitgliedern um Wölbern und Manal zwei „winderfahrene“ Gesprächspartner Rede und Antwort.

Den Kreispolitikern und den Windanlagenplanern bereitet die geplante Fortschreibung des Regionalen Raumordnungsprogramm (RROP) für den Landkreis Rotenburg aus dem Jahre 2005 und die aktuell möglichen Vorranggebiete für WEA Kopfschmerzen. Das Klimaschutzkonzept des Landkreises (2013) nennt als Ziel für den Ausbau 1,0% der Kreisfläche. Mit 1,2% ist der 2. Entwurf des RROP 2017 in die Beratung und Beteiligung gegangen.

Durch Einwendungen der Bundeswehr und den daraus resultierenden Abstrichen an der Ursprungsplanung hat sich der Planwert auf 0,86% der Kreisfläche reduziert, und liegt damit nicht nur unterhalb des kreiseigenen Ausbauzieles sondern ist auch weit entfernt von einem wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele in Deutschland.

„Wir sollten unbedingt sehen, dass wir mindestens die 1,0% erreichen. Noch besser wären 1,2 oder mittelfristig auch 1,5%“, so Horst Mangels.

Mit großem Interesse haben die Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion die in der Diskussion dargelegten Informationen zur Kenntnis genommen.

Die Hoffnung, in einem Gespräch mit Entscheidungsträgern der Bundeswehr in Sachen „Hubschrauber-Tieffluggebiete“ noch zu Kompromissen zu kommen, hat sich hingegen laut Mangels zwischenzeitlich zerstreut.

„Bedauerlich“, wie Bernd Wölbern findet. „Insbesondere der Standort Groß Meckelsen, wäre geradezu ideal entlang der Autobahn.“

Die SPD setzt nun darauf, dass die Kreisverwaltung alternative Vorrangflächen benennen kann, die in den kreiseigenen Kriterien-Katalog passen, um den Beitrag des Kreises zur Erreichung der Klimaziele zu erhöhen.

„Dies muss selbstverständlich im Einklang mit Natur- und Umweltschutz geschehen und Akzeptanz in der Bevölkerung genießen“, betont Wölbern. Und: „Nicht vergessen: Die lukrativste Energiequelle ist und bleibt die Energie-Einsparung!“

12.07.2018