Glückwunsch! Der NABU obsiegt (teilweise) im Rechtsstreit um die Deponie-Planung!

Dazu Bernd Wölbern, SPD-Landtagskandidat: "Ich freue mich über diesen Teilerfolg des NABU. Es wäre gut, wenn die Firma Kriete Kaltrecycling die Chance nutzt, und sich von dem Vorhaben verabschiedet. Dann wäre der Weg frei für ein neues, transparentes Suchraumverfahren, wie es die SPD-Kreistagsfraktion seit Jahren fordert."

05.07.2017

Großes Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Verhinderung der Mülldeponie

Über den sehr gut besuchten Info-Abend informierte die Zevener Zeitung.

22.05.2017

Die Sache ist noch nicht ausgestanden.

Deshalb lädt die Bürgerinitiative zu einem Infoabend.

Die Bürgerinitiative ist bei ihrem Vorgehen so transparent wie nur irgendwie möglich.

Das — und deren Hauptanliegen — kann man als SPD-Selsingen nur unterstützen.
Wir wünschen viel Erfolg!

13.05.2017

DEPONIE IN HAAßEL - Reflektion und Lehre

Die Selsinger SPD lehnt im Schulterschluss mit den anderen örtlichen politischen Kräften die geplante Deponie der Klasse 1 in Haaßel ab, da diese in einem

Hase auf zukuenftiger Deponieflaeche

Hase auf Gelände des
beplanten Deponiegeländes
© Bild: S. Meyer

Vorranggebiet für Natur und Landschaft auf Grund alter, nachweislich falscher Planungsunterlagen entstehen soll. Mitglieder des Selsinger Gemeinde- und auch Samtgemeinderates saßen zu Beginn der Planungen einem folgenschweren Irrtum auf, der auf Grund unzulänglicher und irreführender Informationen entstanden war. Erst mit dem Auslegen der Planungsunterlagen wurde uns klar, dass dort auch potentiell gefährliche Stoffe eingelagert werden sollten. Unser Fehler war, dass wir uns auf die Informationen der Antragssteller hinsichtlich der Art der Deponie, sowie auch auf die Aussage von Seiten unserer Verwaltung, das Benehmen zum Zielabweichungsverfahren habe keinerlei Auswirkungen auf die Planungen und müsse hergestellt werden, verlassen haben. Darauf wurde dann im späteren Verlauf des Verfahrens leider mehrfach verwiesen. Die Beratungen in den kommunalen Gremien erschienen uns zum damaligen Zeitpunkt schlüssig und wir sahen keinen Anlass selber zu recherchieren. Dies erwies sich als Fehler und dürfte für alle Beteiligten ein Lehrstück sein, vorgelegte Unterlagen in Zukunft kritisch zu überprüfen.


Der Leserbrief von Sabine Meyer war damals der Anstoß, die Planungsunterlagen

Wallhecke auf zukuenftiger Deponieflaeche

Wallhecke und Grünland auf Planfläche
© Bild: S. Meyer

einzuholen und selber den Sachverhalt zu ermitteln.  Das Ergebnis war, dass wir unseren Irrtum eingestehen mussten und nach wie vor dessen Beseitigung anstreben. Dazu gehört für uns die Unterstützung der Bürgerinitiative, in deren Reihen unglaublich viel Sachverstand vorhanden ist und für deren engagierte Arbeit wir dankbar sind.
Wäre hier ein Suchraumverfahren der konkreten Planung vorgeschaltet gewesen, hätten alle Beteiligten schnell erkannt, dass das Gebiet auf Grund der geologischen Beschaffenheit nie in Frage gekommen wäre, jetzt soll mit immensem technischem Aufwand dafür gesorgt werden, dass dort solch ein Bau möglich ist.
Wäre seinerzeit der Naturschutzbeauftragte des Landkreises beim Zielabweichungsverfahren eingebunden gewesen, wäre dies wahrscheinlich nicht positiv beschieden worden.


Auch ortsplanerisch steht die Deponieplanung der Entwicklung unserer Gemeinde entgegen. Unsere Wirtschaftsstruktur ist geprägt von mittelständischen Betrieben, Handel und einer Landwirtschaft, die die Natur bereits stark verändert hat. Umso wichtiger ist es, ortsnahe Biotope zu schaffen und zu erhalten, damit Ortsentwicklung, Landwirtschaft und Naturschutz in Balance bleibt.
Dies ist kein schwärmerischer Hang zur Natur aber Respekt davor. Denn: Auch könnte uns hier ein weiteres Standbein in Form eines sanften Tourismus wachsen, der unseren Ort weiter voran bringt.


Allerdings wäre eine solche Entwicklung mit einem 30 Meter hohen Deponieberg wohl gleich null! Die Selsinger SPD fühlt sich – mit vielen anderen Akteuren-  getäuscht, weil die eigentliche Planung hinter den ursprünglichen Informationen verschleiert worden war.


Hoffen wir, dass es uns allen gelingt, den Müllhaufen nicht zum Wahrzeichen Selsingens werden zu lassen.


In diesem Sinne:  Mischen Sie sich ein und fühlen Sie sich eingeladen, auch uns immer wieder auf die Finger zu schauen!

Gabriele Meiers

26.03.2015