Der SPD-Gemeinderatsfraktion, der Samtgemeindefraktion und dem SPD–Ortsverein liegen die Attraktivität und der Fortschritt unserer Samtgemeinde Selsingen und ihrer Ortsteile sehr am Herzen. Auch in Zeiten knapper Finanzausstattung der Gemeinden können Maßnahmen auf den Weg gebracht und realisiert werden. Sich dafür stark zu machen und aktiv zu werden, lohnt sich also.

Es bietet sich jedem Einwohner die Möglichkeit seine Wünsche, Anregungen, Vorschläge oder konstruktive Kritik an die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion, der Samtgemeindefraktion oder des SPD-Ortsvereins weiterzugeben. Schließlich soll Selsingen mit seinen Ortsteilen für uns und nachfolgende Generationen eine liebens- und lebenswerte Gemeinde bleiben, in der jeder gerne wohnt, arbeitet und lebt.

Wir freuen uns über Kontaktaufnahme, auch wenn jemand Rat, Hilfe oder Unterstützung braucht.


Was machen "Die da" eigentlich im Gemeinderat?

Eine ganz wichtige Sache ist das Aufstellen des gemeindlichen Haushaltes. Die Verwaltung ermittelt den voraussichtlichen finanziellen Bedarf und in den verschiedenen Ausschüssen, 1. Finanzausschuss, Fachausschüsse, evtl. 2. Finanzausschuss, Verwaltungsausschuss und zuletzt im Rat wird das Zahlenwerk beraten und letztendlich beschlossen.In dieser Zeit schwirrt einem so manches Mal der Kopf, da es nicht einfach ist, sich zurechtzufinden zwischen Einnahmen, Ausgaben, Zuweisungen von..., Umlagen an...., Steuerhebesätzen, Steuerkraftmesszahl, Pflichtzuführungen, kalkulatorische Abschreibungen und Verzinsungen, usw. usw.

An diesem finanziellen Gerüst hangelt man sich dann im Laufe des Haushaltsjahres entlang. Wenn für bestimmte Sachen keine Gelder eingeplant wurden, werden sie, sofern es nicht ganz dringend und wichtig ist, ins nächste Jahr verschoben. Bei ganz wichtigen Sachen kann man auch mal über- oder ausserplanmässig was ausgeben, dieses sollte jedoch die Ausnahme sein, ganz große Ausnahme ist unter Umständen sogar mal ein Nachtragshaushalt. Man kann also erkennen, wie wichtig es ist, bei den Haushaltsberatungen Sorgfalt und Weitblick walten zu lassen. Nachdem der Haushaltsplan aufgestellt ist, entscheiden dann die zuständigen Ausschüsse im einzelnen über die anstehenden Maßnahmen. Der Bauausschuss unternimmt regelmäßig 1mal im Jahr eine Besichtigungsfahrt, bei der man sich gemeinsam mit Verwaltungsmitarbeitern, Bauhofmitarbeitern und Heinrich Tiemann als Berater alle in diesem Haushaltsjahr anstehenden Maßnahmen ansieht und über Art und Umfang diskutiert und entscheidet.

Der Umwelt- und Dorfgestaltungsausschuss macht dieses nicht ganz so oft, manchmal zusammen mit dem Bauausschuss, da viele Maßnahmen beide Ausschüsse angehen. Übrigens: Die SPD Fraktion freut sich immer über Zuhörer bei den Sitzungen und ebenfalls über Anregungen und auch Kritik. Also : Nicht einfach wegtauchen und hinterher meckern, sondern Interesse zeigen und uns fordern!

 

Herzlichst: Die Roten im Selsinger Gemeinderat Gabi Meiers

Foto: © SPD-Selsingen



Biogasboom schädigt Umwelt und Gemeinwohl

Die  Ergebnisse der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina zur steigenden Nutzung der Bioenergie bestätigen die Kritik der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag.
 
"Wir sehen uns in unserer Kritik vollkommen bestätigt", führt Renate Geuter, Agrarexpertin der SPD-Fraktion, aus. Die  schwarz-gelbe Landesregierung hat jahrelang den Biogasboom angeheizt und alle Warnrufe ignoriert. So hat sie erst im letzten Jahr bei der Änderung des EEG vehement für die weitest gehende Beibehaltung der Bioenergiesubventionen gekämpft.
 
"Uns erstaunt die kürzlich geäußerte Kritik des Ministerpräsidenten McAllister an der Biogasförderung", so Renate Geuter. "Dem Ministerpräsidenten scheint zum ersten Mal die Vermaisung unserer Landschaft aufzufallen. Woher rührt sonst seine Aussage, die Förderung müsse abgesenkt werden?"
 
Fest steht, dass in Niedersachsen, vor allem aufgrund der notwendigen starken Düngung der Maisfelder, mehr als 60% der Fläche eine zu hohe Nitratbelastung aufweist. Die Aufarbeitung des Grundwassers wird immer aufwendiger, die Bodenqualität leidet.
 
"Die Kosten-Nutzen Betrachtung fällt aus Sicht der Umwelt und des Allgemeinwohls negativ aus", erklärt Detlef Tanke, stellvertretender SPD-Fraktionsvorsitzender und umweltpolitischer Sprecher.
 
Der ungezügelte Biogasboom hat in Niedersachsen zu nachhaltigen Fehlentwicklungen geführt. Die SPD fordert die Landesregierung auf, diese Entwicklung zu stoppen und ein Konzept zu erarbeiten, wie die bisher entstandenen Schäden behoben werden können. Renate Geuter kündigt vor diesem Hintergrund eine umfangreiche schriftliche Anfrage im Landtag an, wie die Landesregierung gedenkt, dieses Problem zu lösen.

Quelle: SPD-Landtagsfraktion

07.08.2012
26.02.2017


Unser Skattunier 2015

Lothar Brandt, Anderlingen, Manfred Klein und Herbert Wilshusen aus Selsingen, beim Doppelkopf waren es: Helmut Hinck, Kutenholz, Friedrich Maier, Windershusen und Christian Winsemann.

 

Lothar Brandt, Anderlingen, Manfred Klein und Herbert Wilshusen aus Selsingen, beim Doppelkopf waren es: Helmut Hinck, Kutenholz, Friedrich Maier, Windershusen und Christian Winsemann.

 

Lothar Brandt, Anderlingen, Manfred Klein und Herbert Wilshusen aus Selsingen, beim Doppelkopf waren es: Helmut Hinck, Kutenholz, Friedrich Maier, Windershusen und Christian Winsemann.

Lothar Brandt, Anderlingen, Manfred Klein und Herbert Wilshusen aus Selsingen, beim Doppelkopf waren es: Helmut Hinck, Kutenholz, Friedrich Maier, Windershusen und Christian Winsemann.

Gewinner beim Skat waren: Lothar Brandt, Anderlingen, Manfred Klein und Herbert Wilshusen aus Selsingen, beim Doppelkopf waren es: Helmut Hinck, Kutenholz, Friedrich Maier, Windershusen und Christian Winsemann.
36 Skat- und Doppelkopffreunde hatten sich im Schießstand der Selsinger Schützengesellschaft eingefunden. Die Schützen sorgten auch für das leibliche Wohl und dafür, dass niemand eine trockene Kehle hatte!

Archiviert 26.02.17


Wo ist der rote Faden? Die Sehnsucht nach mehr Profil ...


Wer nicht gerne denkt, sollte wenigstens von Zeit zu Zeit seine Vorurteile neu gruppieren.
[Luther Burbank]

BIld vom Roten Faden

© Kerstin Behrendt

Wenn ich in den Medien schon wieder etwas vom "Linksruck" der SPD lese, dann muss man wissen, dass diese Rethorik von konservativen Medien geprägt wurde, um Einfluss auf die Politik zu nehmen. Als die SPD unter Schröder nach Rechts rutschte, sprach man von der neuen "Mitte", was natürlich positiver besetzt ist, als "Linksruck". Der Linksruck ist auch eher gefühlt, denn er schlägt sich kaum in der Politik der SPD nieder, allenfalls in Parteiprogrammen und losen Ankündigungen. Durch Einflussnahme der Medien wollen Interessengruppen "ihre" Politik ohne oder gegen den Wählerwillen durchsetzen und viele scheinen darauf reinzufallen. Dies halte ich für die weitaus größere Gefährdung der Demokratie, als die Linkspartei. Vergleiche hierzu auch den erfrischend unaufgeregten Artikel beim
Stern.
Ich kann nur jedem raten sich nicht von den in erheblichen Teilen gleichgeschalteten Medien leimen zu lassen und sich seine eigene Meinung zu bilden.
Die SPD hat viele Gründe, stolz zu sein auf ihre Geschichte. Von den Arbeiterrechten über den Widerstand gegen das Ermächtigungsgesetz, die Ostpolitik, die Bildungsreformen, die Krisenfestigkeit gegen Terrorismus und arabischer Ölboykott bis hin zum Irakkriegs-Nein.. Dennoch leidet die Sozialdemokratie seit jeher unter einem selbst empfundenen Minderwertigkeitskomplex. Kurt Schumacher, Willy Brandt und Helmut Schmidt fielen kraft eigener Persönlichkeit durch ihren Stolz und nicht durch Trotz auf.
Um die SPD müsste man sich nicht sorgen, nicht einmal, wenn sie sich zur Linken hin öffnet, wäre sie damit beschäftigt, an etwas zu arbeiten, was sie in Zukunft wieder stolz machen könnte. Das wäre Gerechtigkeit in der Globalisierung, eine kluge Kombination aus mehr sozialer Politik, vernünftige Bildungspolitik, die alle fördert und keinen zurücklässt, und zugleich mehr Wirtschaftsreformen ohne dabei die eigenen Versprechen und Interessen der Wähler zu vernachlässigen.
Wem kann man heute noch vertrauen? Ein paar Anhaltspunkte bringen die Erfahrungen der letzten Wochen. Vertrauen entsteht, wo maßgehalten, Wahrhaftigkeit bewiesen und Courage gezeigt wird. Wem das zu abgedroschen klingt – man kann es auch schärfer sagen: Um Vertrauen muss man kämpfen, und manchmal lässt sich der Kampf sogar gewinnen.

Kerstin Behrendt

Archiviert 10.03.2017


Paradiesstrasse (Taschenbuch)

ISBN 3-499-22961-7 Rowohlt


"Politik müsste nicht sein, aber sie hat in meinem Leben eine wichtige Rolle gespielt", meint Lena Grigoleit am Ende ihres Lebens.
Die Lebenserinnerungen der ostpreußischen Landwirtin Lena Grigoleit, zusammengeschrieben von Ulla Lachauer, nehmen den Leser von der ersten Seite des Buches an mit auf eine aufregende und sehr vielseitige Reise in das Memelland.
Es wird eine Zeitreise auf der wir die Landwirtin Lena von Kindheit an begleiten, mit ihr eine glückliche, wenn auch teils denkwürdige Zeit im Memelland verbringen, in den Wirren des Krieges einige Einblicke in die harten Widrigkeiten der Flucht und der Wiederkehr in die Heimat erleben.
Es stockt einem der Atem, als Lena mit ihrer Familie nach Sibirien verbannt wird, doch die ungebrochene Zuversicht der Lena Grigoleit ist und bleibt das Schlüsselerlebnis dieses wundervollen Buchs, denn die Hoffnung stirbt nie und so nehmen wir Teil an einer Rückkehr in die Heimat und erleben eine Frau, die verletzlich und doch so stark ist und mit einer gelungenen Mischung aus Heiterkeit, Melancholie und der nie endenden Liebe zu ihrer Heimat, ihrem Hof und ihren Tieren den Leser bis zum Ende gefühlvoll Einblicke in ihr bewegtes Leben gibt.
Dieses Buch gibt gerade uns jungen Leuten, die wir kaum eine Vorstellung von der damaligen Zeit haben, einen sehr lebendigen Einblick ohne belehrend den Zeigefinger erheben zu wollen oder Opfer und Täter suchen zu wollen. Sie führt uns eine von unzähligen Lebensgeschichten einer bewegten Generation vor Augen, die doch einzigartig und etwas ganz besonderes war.
„Dieses Buch geht zu Herzen. Es gab Stellen, an denen ich fast geweint habe, es gab Stellen, an denen ich laut gelacht habe und es gab diese kleinen großen Weisheiten, die einem durch das Leben helfen können.“
Kerstin Behrendt

 

Genosse Nachwuchs

 

ISBN 3-423-34311-7 dtv


Was erwartet einen jungen Menschen, der genug hat vom Jammern und sich politisch engagieren will? Der 32jährige Ljubic führte Tagebuch über Wahlkampf und Filz und Leidenschaft an der SPD-Basis. Ein Zeitdokument zum Lachen und Verzweifeln.
Dieser ebenso kritische wie amüsante Erfahrungsbericht führt den heutigen Politikbetrieb jenseits von Talkshows und Leitartikeln vor Augen: den politischen Alltag an der Basis. 40.000 Parteiaustritte und seine Freunde konnten ihn nicht abhalten: Ein junger Mann Anfang Dreißig macht sich auf in die Niederungen der SPD. Er lernt die Bedeutung von Bier kennen, lässt sich vom Bundestagspräsidenten anbrüllen und von wütenden Bürgern beschimpfen. Genosse Ljubic aber hält durch. Denn wer, wenn nicht er - der Nachwuchs! - wird morgen die Welt regieren?
Dieses Buch kann ich auch jedem Nicht-SPDler empfehlen. Bevor ich „rot“ wurde, hatte ich eine Ahnung vom Politikalltag. Meine Mitgliedschaft in der SPD hat mir sehr schnell vor Augen geführt, wie wichtig es ist, sich für Demokratie zu engagieren.
Kerstin Behrendt

 

Asoziale Marktwirtschaft

 

ISBN 3-462-03643-2


Die Autoren Hans Weiss und Ernst Schmiederer beschreiben aufgrund intensiver Recherche, wie die Großkonzerne das Steuersystem zu ihren Gunsten ausnutzen. Dabei bleibt nichts unerwähnt - weder die Steueroase Norderfriedrichskoog noch das Lizenzmodell von Ikea. Sie beschreiben anhand von Beispielen und Tabellen, wie zu erklären ist, dass wir im Gegensatz zum privaten Reichtum in wenigen Händen eine so große Öffentliche Armut haben.
Es wird von den Autoren auch nicht gespart in der ausführlichen Darstellung von Unfähgigkeit und groben handwerklichem Missgeschick der Berliner Politik.
Da wird geschoben, getrickst und legal gemogelt, das einem die Augen tränen.
Die Leidtragenden sind die Öffentlichen Hände und damit auch die Kommunen, denen immer mehr Geld für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der kommunalen Infrastruktur wie Straßen und Kindertagesstäten fehlt.
Wer sich fragt, warum er/sie als Arbeitnehmer so stark zur Kasse gebeten wird und inzwischen so wenig Staat und Kommune dafür erhält, findet hier einige Antworten.
Erschienen im Verlag Kiepenheuer & Wietsch.


Harald Kaiser

 

"Chupze" von Lily Brett (Taschenbuch)

 

ISBN 978-3-518-45922-5 Suhrkamp


Chuzpe (jiddisch) bedeutet Frechheit, Anmaßung und Arroganz, wie sie in keiner anderen Sprache klarer benannt werden. Das klassische Beispiel für Chuzpe ist die Geschichte des Mannes, der Vater und Mutter erschlägt und dann um mildernde Umstände bittet, weil er ja Vollwaise sei.
Ruth kann nicht begreifen, daß ihr Vater Edek (Holocaust-Überlebender), vor wenigen Wochen erst
von Melbourne zu ihr nach New York gezogen, weit davon entfernt ist, einen ruhigen Lebensabend zu verbringen. Und dass Lebensabend überhaupt der falsche Begriff ist für den munteren Siebenundachtzig-jährigen, der sich erst in Ruths Korrespondenzbüro nützlich zu machen versucht und wenig später ein Verhältnis beginnt mit der (viel zu jungen, wie Ruth findet) Polin Zofia (69).
Als Edek zusammen mit Zofia und deren Freundin Valentina auch noch ein Restaurant an der Lower Eastside eröffnen will, das auf polnische Fleischbällchen spezialisiert ist, bangt Ruth gleichermaßen ums Erbe und um ihre Nerven.
Es geschehen wahre Wunder in diesem Buch. Der lebensfrohe und optimistische Vater trifft auf eine überängstliche Tochter, die in den von ihr auferlegten Zwängen gefangen ist. Edek ist förmlich zum Verlieben.
Im Anhang findet man herrliche „Klops braucht der Mensch“-Rezepte ... mmmh, sehr lecker!
Kerstin Behrendt
 

"Der Deutschland-Clan" von Jürgen Roth

 

ISBN 978-3-453-62020-9


Waren in den Anfängen der Bundesrepublik noch Interessengegensätze deutlich erkennbar, die auch von ihren jeweiligen Protagonisten heftig ausgefochten wurden (Adenauer vs. Schumacher), scheint sich die neue BRD in einem Gestrüpp von Absprachen, Deals, Arrangements zu verfangen - neudeutsch: "Netzwerk". Früher hieß so was Kameraderie oder Seilschaft.
Heute nehmen große Wirtschaftsverbände ganz ungeniert Einfluss auf die Gesetzgebung, indem sie ihre hauseigenen Juristen in die Fachministerien schicken, um dort die Gesetzgebung vorzubereiten.
Jürgen Roth erzählt unterhaltsam aber auch informativ über Verfassungsbrüche, den Versuch, die Justiz zu manipulieren und gekaufte Politiker.

Feudale Verhältnisse sind uns viel näher, als wir glauben.

 

Archiviert 10.03.2017


Verheerender Beschluss für den Landkreis
Wölbern: Mehrheitsgruppe gefährdet HVV-Beitritt



„Nach Jahrzenten des erfolglosen Wollens wäre nun die Chance da gewesen, den ganzen Landkreis Rotenburg in den HVV zu bekommen. Diese Chance wurde von der CDU-geführten Mehrheitsgruppe des Kreistages kläglich vertan. Mit freundlicher Unterstützung von Teilen der Grünen-Fraktion, die sich offenbar mit dem Beschluss der Basis, konstruktive Oppositionsarbeit zu leisten, nicht abfinden will“, so SPD-Fraktions-Chef Bernd Wölbern.

In einer Pressemitteilung nimmt der Wohnster nochmal ausführlich Stellung zum Beschluss der Kreistagsmehrheit zum HVV:
„Mit der Festlegung auf das sog. Modell 3 (gilt nur für Zeitkarten) und dem vergifteten Geschenk an die Kommunen, 50% der Kosten zu übernehmen, falls sie mehr wollen, wurde das Ende des HVV zementiert, noch bevor er beginnen konnte. Eine Beerdigung erster Klasse, weil für einige Kommunen eben auch die verbleibenden 50% zu viel sind. Und Schuld haben wieder nur die anderen: Das Land und später die Kommunen, die nicht mitgemacht haben. So hat das noch bei jeder CDU-Mehrheit im Kreistag funktioniert“ kritisiert Wölbern das Vorgehen.

Und weiter: „Rhetorisch schmissig und von wenig Sachkenntnis getrübt, schickte die CDU ihre besten Pferde in die Debatte um mit vielen Worten wenig zu sagen und haarscharf am Thema vorbei zu argumentieren. Von einem „ersten Schritt“ und „wichtiger Einstieg“ war die Rede. Am Ende steht jedoch ein hasenfüßiger Antrag, der nichts wert ist.“

Wölbern weist darauf hin, dass der Landkreis jährlich fast 1 Mio. Euro vom Land erhält, um damit den ÖPNV zu verbessern. Was damit gemacht werde, entscheide allein der Kreistag. Schuldzuweisung Richtung Landesregierung seien somit fehl am Platze.

„Darum hat die SPD gefordert jetzt mit Mut und Entschlossenheit voran zu gehen, und den HVV-Tarif für den gesamten Landkreis umzusetzen. Und zwar für alle Fahrkartenangebote! Und das geht eben nur, wenn der Kreis dies zu seiner Angelegenheit macht, d.h. der Kreis muss alle Kosten, die nicht vom Land Niedersachsen (und dem Land Hamburg) übernommen werden, tragen. Das wäre ein wirklicher erster Schritt und ein richtiger Einstieg gewesen!
Stattdessen beschränkt man sich ängstlich auf die Zeitkarten und bittet die Kommunen, die man gerade noch mit der Kreisumlage beschenkt hat, durch die Hintertür wieder zur Kasse, weil man 580.000 Euro Landesgeld lieber nicht für den HVV ausgeben will. Billigend in Kauf nehmend, dass dann einige nicht mitmachen werden oder können.“

Dieses Vorgehen nennt der SPD-Mann „zynisch“. Begründung: „Selbst wenn Scheeßel eigenes Geld für Modell 1 (alle Tickets vergünstigt) bereitstellen wollen würde, könnte es nicht in das HVV-Tarifgebiet aufgenommen werden, wenn z.B. das Hamburg-nähere Lauenbrück dies nicht auch machen würde. Das wäre dann „tariflich nicht möglich“. Pfiffig, aber hinterlistig. Damit ist der HVV im Landkreis Rotenburg tot. Mit Ansage.“
Wölbern weiter: „Sicher, 1 Mio. pro Jahr sind viel Geld, mit dem man gerne was anderes machen würde. Dagegen ist ja insofern auch nichts einzuwenden. Nur muss man dann eben auch so ehrlich sein und sagen, dass man das Komplettangebot des HVV für den Landkreis Rotenburg gar nicht will. Dann muss man sagen, dass die lautstarken Ankündigungen vor der Wahl nicht ganz ernst gemeint waren.“

Wölbern betont, dass erstmals seit Jahren eine Landesregierung Mittel für den ÖPNV an die Kreise gibt, „und die Mehrheitsgruppe mit CDU und FDP gefällt sich darin, in selbstverliebter Verzückung darauf hinzuweisen, es sei aber nicht genug und das Land dürfe aber nicht aus seiner Verantwortung entlassen werden, und… und… und. Das sagen die, die über zehn Jahre keinen Cent für diese Aufgabe an die kommunale Ebene überwiesen haben! Erstaunlich, wie verkommen Moralvorstellungen im kommunalpolitischen Tagesgeschäft sein können“ so Bernd Wölbern erbost.
Laut dem SPD-Chef sei es erstaunlich wie geflunkert werde und Tatsachen verdreht würden, um von der eigenen Ängstlichkeit abzulenken.

Wölbern abschließend: „Es kommen miese Zeiten auf den Landkreis zu. Einige Klientelgruppen werden sich freuen, das Gros der Bürgerinnen und Bürger aber wird schon bald erkennen, dass sie hinten runter fallen. Die CDU regiert durch im Kreis. Sekundiert von der Verwaltungsspitze, unter Aufgabe eines eigenen politischen Anspruchs. Und die jüngste Debatte hat bereits gezeigt, welche Rolle die Mehrheitsbeschaffer noch spielen – keine.“

22.12.2016

Archiviert 26.05.2017


Klingbeil in Gnarrenburg — Quelle: Zevener Zeitung vom 4. 7. 2016

Quelle: Zevener Zeitung vom 4. 7. 2016


Zurück in die Steinzeit – Selsinger SPD lud Kinder ins Bachmann Museum ein

Erneut hat die Selsinger SPD eine gelungene Aktion Ferienspaß veranstaltet, Ziel war in diesem Jahr das Bachmann Museum in Bremervörde. Mit dem Museumsmitarbeiter Michele Bredehöft machten sich 15 gut gelaunte Kinder auf den Weg in die Steinzeit. Zuerst wurde alles, was für ein Steinzeitlager benötigt wird, mit Kiepen, auf Stangen oder in der Hand zum Lagerplatz an der Oste getragen. Bereits da bekamen die Kinder ein Gefühl dafür, wie es gewesen sein muss, als die steinzeitliche Sippe sich auf den Weg machte. Mit vereinten Kräften schafften schafften sie es, das Dach aus Leder auf das vorhandene Gestell zu hieven und schon hatte man einen wind- und wettergeschützten Unterschlupf. Zu Beginn, bevor die „Sippe“ sich auf den Weg machte, hatte es fragende Blicke und Rätselraten gegeben, wofür denn so manche Dinge, die mitgeschleppt wurden, gebraucht werden könnten. Am Lagerplatz dann das große Aha! Das große Stück Leder wurde in die Erde gelegt und Michele erklärte den verdutzten Kindern, dass man darin die Suppe kochen wolle. Die nächste Erkenntnis war, dass Feuer machen alles andere als einfach ist, weder mit Feuerstein noch mit Holz auf Holz reiben war es möglich, das Feuer zu entfachen, da mussten doch tatsächlich die neuzeitlichen Streichhölzer herhalten. Aber selbst damit dauerte es, bis das Feuer wirklich brannte. Die nächste Herausforderung war, das Gemüse mit Steinwerkzeugen zu putzen und zu schneiden, so manch ein Dreckkrümel landete im „Kochtopf“. Fragende Blicke als nächstes: Und wie bekommen wir das nun heiß? Schließlich ist es ja nicht möglich, unter Leder Feuer zu machen. Aber auch da präsentierte Steinzeitler Michele eine Lösung: Er nahm heiße Steine aus der Feuerstelle und legte diese direkt in die Suppe – und tatsächlich: Die Suppe kochte zwar nicht, warm wurde sie aber. Zum Glück muss man Gemüse ja nicht unbedingt weichkochen!!!! Wirklich toll war, dass alle Kinder sich trauten, dieses ungewöhnliche Mahl zu probieren, ja es wurde vereinzelt sogar ein Nachschlag verlangt! Als der Nachtisch anstand erklärte sich dann auch, wofür der Sand gebraucht wurde: Michele legte Haselnüsse auf einen flachen Stein über der Feuerstelle und bedeckte diese mit dem Sand, so konnten die Nüsse geröstet werden, der Sand half, die Hitze zu verteilen, tolle Sache. Anschließend gab es noch eine Führung durch das Bachmannmuseum und dann machte die Gruppe sich auf den Weg zum Wasserspielplatz am Vörder See, zum Spielen, Toben, Matschen und Picknicken, bevor es wieder nach Hause ging. Es ist nicht bekannt, ob die Kinder zu Hause noch lange durchgehalten haben, eine Dusche hatten fast alle dringend nötig, es wurde mehr als ein Paar dreckige Füße gesichtet

29. 07. 2016

Archiviert 23.07.2017


01. und 02.07.2017

Aktion Ferienspaß mit Übernachtung im ehemaligen Spatzennest in Selsingen für Kinder ab 6 Jahren


Anmeldungen und Infos bei: Gabriele Meiers, 04284/553

Am 09.09.2017

veranstaltet der SPD Ortsverein zusammen mit dem Kandidaten für den Deutschen Bundestag, Oliver Kellmer und dem Kandidaten für den Niedersächsischen Landtag, Bernd Wölbern den alljährlichen Ehrenamtlichenabend.

Aus allen Vereinen und Organisationen der Samtgemeinde sind jeweils zwei Personen, die sich ehrenamtlich für andere einbringen, zu Speis und Trank, guten Gesprächen und geselligem Miteinander eingeladen.
Noch sehen Uhrzeit und Ort nich fest, Infos darüber werden nachgeliefert, Anmeldungen und nähere Infos jedoch schon jetzt möglich und ausdrücklich auch erbeten wieder bei Gabriele Meiers, Tel: 04284/553 oder per Mail: gabriele-meiers@t-online.de

Archiviert 25.10.2017