Themen der Vorstandssitzung am 10. Januar 2008

Auf der vorletzten Sitzung des Vorstandes des SPD-Ortsverein Selsingen vor der Jahreshauptversammlung wurde eine Bilanz des bis dato gelaufenen Wahlkampfes gezogen. Der Ortsvorsitzende der SPD, Frank Siegert, teilte mit, dass die Wahlplakate zur Landtagswahl am 27.01.2007 in der Samtgemeinde Selsingen in den ersten Tagen des neuen Jahres angebracht wurden.
Für den Wahlabend treffen sich alle SPD-Anhänger um 18:00 Uhr im„Gasthof zum Vorbeck“ in Selsingen. Der Vorstand wünscht sich zum Ausgang der Landtagswahl am 27.01.2008 eine deutlich bessere Wahlbeteiligung, und bittet alle Freunde der SPD ihre Nachbarn, Freunde und Bekannte zu motivieren zur Wahl zu gehen.

Ein weiteres Thema war die Vorbereitung der Jahreshauptversammlung am 28.02.2008.
Auf dieser Versammlung müssen Neuwahlen durchgeführt werden, da einige Posten im Vorstand neu besetzt werden müssen. An diesem Abend wird außerdem unser Landtagskandidat der SPD, Bernd Wölbern, bei uns zu Gast sein. Dieser wird ausführlich über die Landtagswahl 2008 berichten.
Auf der Versammlung wird wie in den vergangenen Jahren ein Imbiss auf Kosten des
Ortsvereins gereicht.
Die nächste Vorstandssitzung findet am 07.02.2008, 19:30 Uhr bei Kerstin Behrendt in Rockstedt statt.
Frank Siegert
Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Selsingen

Archiviert 08.02.2008


DANK AN BERND! ... mal janz persönlich

Lieber Bernd,

junge, junge, ... es hat Spaß gemacht, dich in dieser Wahlkampfzeit zu beobachten. Uns hat deine Gradlinigkeit, Ausdauer, der Glaube an das Gute mit einer Prise Dickfälligkeit echt beeindruckt.

Verantwortung tragen wir nicht nur für das, was wir tun,
Verantwortung tragen wir auch für das, was wir nicht tun.

Dankeschön, du hast in unserem Bezirk die Verantwortung für diesen Wahlkampf getragen und dafür alles getan. Bist an die Haustüren gegangen, warst erreichbar, hast dich den vielen Fragen von Befürwortern und Zweiflern gestellt. Das war sicher oft kein Zuckerschlecken und auch für viele Wähler eine neue Erfahrung.

Dankeschön auch an die vielen stillen Helfer und Unterstützer da draußen.

Es ist neuer Schwung in dem Laden!

Damit geben wir dich zunächst an deine Familie in Wohnste zurück!

Bleib so wie du bist...

Viele herzliche Grüße
mit einem Riesen-Dankeschön für diesen Kraftakt
von Kerstin, Frank, Gabi, Uli, Klaus, Martin und Hubert

Selsingen, 27.01.2008

Archiviert am 21.02.2008

Dank an die Wählerinnen und Wähler der SPD
Glückwunsch an Bernd Wölbern

Der SPD Ortsverein dankt auf diesem Wege allen Wählerinnen und Wählern dafür, dass sie die SPD bei dieser Wahl unterstützt haben und Ihre Stimme unserer Partei gegeben haben. Durch ihre Stimmen für die SPD haben sie erheblich dazu beigetragen, dass der Stimmenverlust der CDU in der Samtgemeinde deutlich höher als im Landesdurchschnitt ausgefallen ist.

Erfreulich ist für uns der Erststimmenanteil, den Bernd Wölbern in der Samtgemeinde einfahren konnte. Bernd bekam 24,6 % der Erststimmen. Sein Parteifreund Friedhelm Hellberg bekam bei der letzten Landtagswahl in der Samtgemeinde Selsingen 22,4 %. Das ist ein Zuwachs für den Kandidaten der SPD von 2,2 %.

Bernd hat dieses gute Ergebnis selbst erarbeitet, ohne Unterstützung durch Landes- oder Bundespolitiker. Das zeigt, dass sein Wahlkampfstil mit den Hausbesuchen der richtige Weg zu diesem Ergebnis gewesen ist. Bernd hat es geschafft, sein Versprechen einzulösen und etwa 8000 Hausbesuche im Wahlkreis absolviert.
Sicherlich gab es Muskelkater und auch mal ein paar neue Sohlen für die Schuhe, aber es hat sich für ihn und uns gelohnt.

Bei den Zweitstimmen gelang es uns, den Anteil fast wie bei der letzten Landtagswahl stabil zu halten. Lediglich um 0,1 % verfehlte die SPD in der Samtgemeinde das Ergebnis der letzten Landtagswahl und bekam hier 20,7 % der Zweitstimmen. Unter dem Strich sind wir mit dem Ergebnis zufrieden, danken nochmals Bernd für seinen Einsatz und beglückwünschen ihn zu diesem Ergebnis.

Nicht zufrieden können wir mit der Wahlbeteiligung in der Samtgemeinde sein. Bei der Wahl vor 5 Jahren gingen 75,7 % der Bürger zur Wahl. Bei dieser Wahl waren es sage und schreibe nur 65,7 %, das sind 10 % weniger. Diese sehr schlechte Wahlbeteiligung sollte uns wachrütteln und zum Handeln bewegen, dieses zu verbessern. Absoluter Hauptgewinner bei diesen negativen Zahlen ist der Ort Seedorf mit nur 42,2 % Wahlbeteiligung. Hier liegt noch sehr viel Arbeit vor uns.

Selsingen, 28.01.2008

Frank Siegert - Ortsvereinsvorsitzender

Archiviert am 21.02.2008



SPD Selsingen mit Bernd Wölbern bei Rolf Pape
- Ökologie in der Praxis -

Zusammen mit seinen Selsinger Parteifreunden war der Landtagskandidat der SPD Bernd Wölbern zu Gast bei der Firma Haus & Technik Pape in Selsingen. Mit Juniorchef Rolf Pape diskutierten die Genossen über die Nutzung verschiedenster alternativer Energien. Nach Angaben von Rolf Pape war seine Firma die erste Im Landkreis, die Photovoltaik angeboten hat, nach wie vor ist Firma Haus & Technik Pape äußerst innovativ auf dem Gebiet der Energieeinsparung und ständig auf dem neuesten Stand der Technik.
Diskutiert wurde auch die Situation mittelständischer Betriebe, besonders im Einzelhandel und die Ausbildungsfähigkeit der jungen Menschen nach Abschluss der schulischen Ausbildung.
Anschließend führte Rolf Pape die Sozialdemokraten durch den Betrieb. Da das Thema Umwelt eines der Schwerpunkte von Bernd Wölbern ist, waren es die neuesten Techniken im Bereich der Heizung, an denen er sich besonders interessiert zeigte.

Archiviert am 24.02.2008


Selsinger SPD besucht Gärtnerei Heins

Die Selsinger Sozialdemokraten besuchten vor kurzem die Gärtnerei Heins in Selsingen.
Juniorchef Wilfried Heins führte durch den Betrieb, in dem sich dem Besucher zur Zeit ein riesiges Meer von Weihnachtssternen zeigt.
Der Landtagskandidat der SPD, Bernd Wölbern, der seine Selsinger Parteifreunde begleitete, war besonders beeindruckt von der ökologischen Ausrichtung des Betriebes.
Seit geraumer Zeit werden dort Schädlinge hauptsächlich biologisch , also mit Nützlingen bekämpft. Das Gießwasser ist in einen Kreislauf eingebunden, es wird gefiltert und wieder genutzt, so werden große Mengen an Wasser und Dünger eingespart. Seit einigen Jahren wird der Betrieb mit einem modernen Holzschnitzelheizwerk beheizt, auch hier wird Wert darauf gelegt, dass nur unbehandeltes Holz verwendet wird.
Bernd Wölbern, dem die Nutzung regenerativer Energien ein Hauptanliegen ist, betonte, dass es in Zeiten steigender Energiepreise für Unternehmen immer wichtiger wird sich aus der Abhängigkeit fossiler Brennstoffe zu lösen.

Archiviert am 24.02.2008


An die Mitglieder des Ortsvereins Selsingen die Freunde und Förderer der SPD

im Januar 2008

Guten Tag liebe Freunde der SPD,

ich wünsche euch ein gesundes neues Jahr und freue mich auf viel Interesse und auch Kritik an unserer Arbeit im Ortsverein. Besonders dieser Wahlmonat hat es in sich.

Bei den letzten Kommunalwahlen 2006 in Niedersachsen hat die Wahlbeteiligung einen neuen Tiefstand erreicht. Diese Politikverdrossenheit ärgert uns, zeigt aber auch, dass Politik - und damit Demokratie - an Glaubwürdigkeit verloren hat.

Also, was wollen wir ändern? Wir müssen erst mal bei UNS anfangen und UNS ändern. Wir müssen davon abkommen, Politik im stillen Kämmerlein zu betreiben. Die Nachbarn müssen mitbekommen und miterleben, WER wir sind, WAS wir machen und WARUM das wichtig ist!

Wie machen wir das? Wir haben die erste politische Website in der Samtgemeinde unter www.spd-selsingen.de eingerichtet. Wir wollen erreichen, dass die Bürger sich etwas unter Kommunalpolitik vorstellen können. Informiert Bekannte und Freunde über unsere Seite, berichtet von eurer und unserer Arbeit in der Gemeinde und Samtgemeinde.

In gut zwei Wochen findet die Landtagswahl statt. Wir sind keine Umfragebürger, wir wollen Einfluss auf die zukünftige Ausrichtung in Niedersachsen nehmen und vertrauen auf viel, viel Unterstützung für unseren Landtagskandidaten Bernd Wölbern.

Bitte Termin vormerken: Jahreshauptversammlung am Donnerstag, 28.02.2008!

Mit herzlichen Grüßen
und den besten Wünschen
für den Vorstand des Ortsvereins

Frank Siegert (OV-Vorsitzender)

Archiviert am 25.02.2008



Lieber Frank,

nach den zumeist sehr erfolgreichen Landtagswahlen in diesem Jahr müssen wir uns darauf einstellen, dass auf längere Sicht fünf Parteien in die meisten Parlamente gewählt werden. Die alten „Lager“, schwarz-gelb und rot-grün, können dadurch oftmals keine eigenen Mehrheiten mehr gewinnen. Unsere Gegner hätten gern, dass die SPD dadurch eingemauert wird, um jede Perspektive für eine Politik der linken Mitte, der solidarischen Mehrheit zu verhindern. Man will erreichen, dass wir nur die Wahl zwischen großen Koalitionen und der Oppositionsrolle haben. Die SPD-Hessen ist die erste im Westen, die dieser Situation ausgesetzt ist.

Im Interesse unserer Ziele – nämlich ein soziales Deutschland zu schaffen, in dem wirtschaftlicher Erfolg, ökologische Vernunft und soziale Gerechtigkeit gleichwertig sind – müssen wir unsere Strategie darauf einstellen.

Das setzt die Frage nach der Partei „Die Linke“ auf die Tagesordnung. Ein emotionales Thema, schließlich ist diese Partei gegen die SPD gebildet worden und die historische Erbin von KPD und SED. Noch immer wissen wir nicht, ob sie inzwischen auf allen ihren Ebenen den Grundwert der Freiheit ohne Wenn und Aber akzeptiert.

Nun stellen sich viele Fragen. Die wichtigsten habe ich gesammelt und will sie hier beantworten:

Worin siehst Du den Grund für das Erstarken der „Linken“ auch in den alten Bundesländern?

„Es gibt große Angst in der Mitte der Gesellschaft vor sozialem Abstieg und es gibt zu wenig Chancen auf sozialen Aufstieg. Die Kanzlerin behauptet, der Aufschwung sei bei allen angekommen. Das ist nicht so. Eine Partei, die allen Alles verspricht, ohne Verantwortung zu übernehmen, erscheint da manchem interessant.

Wir müssen dem mit unserer Politik begegnen, die 1 Mio. Arbeitsplätze ermöglicht hat. Mit dem Mindestlohn und dem Deutschlandfonds werden wir Lohndumping verhindern und die Menschen am Erfolg beteiligen.“

Warum haben wir es nicht geschafft, die Strömungen in der SPD zusammenzuhalten und zu verhindern, dass eine Partei links von der SPD entsteht?

„Die Partei war ja schon da, es ist die vormalige PDS bzw. SED. Wir haben einen jahrelangen Reformstau in Deutschland aufgelöst, um den Sozialstaat zukunftsfest zu machen. Dafür waren harte und unpopuläre Entscheidungen notwendig. Das ist gelungen. Nicht gelungen ist jedoch, alle Menschen davon zu überzeugen. Die Linkspartei ist mit einfachen Antworten in diese Lücke gestoßen, die in der Realität allerdings keinen Bestand hätten. Deren Rentenpolitik zum Beispiel würde die Beiträge bis zum Jahr 2030 auf 28% hochtreiben.“

Warum macht die SPD einen Unterschied in der Abgrenzung zur Partei Die Linke zwischen Ost- und Westdeutschland?

„Es gibt solche Unterschiede, die sehr viel mit dem Personal dieser Partei zu tun haben. Während sie in Berlin - wie früher in Schwerin und Magdeburg - mithelfen, eine stabile sozialdemokratische Landesregierung zu bilden, zerlegt sich die 6-köpfige Fraktion in Bremen z.B. in verschiedene „Flügel“, die einander erbittert bekämpfen. Wichtig ist mir, dass wir unsere Politik nicht in Abgrenzung zu anderen Parteien definieren, sondern selber wissen, was wir für richtig halten. Dieses Ergebnis des Hamburger Parteitages dürfen wir uns nicht zerreden lassen!“

Ist die Partei der so genannten Linken so schwer zu akzeptieren, weil sie auch aus der Kritik an der SPD hervorgegangen ist?

„Ja, natürlich. Mit Kritik können wir umgehen. Das Problem mit der Linkspartei besteht darin, dass sie es sich so einfach macht. Sie gibt vermeintlich einfache Antworten auf die Probleme der Menschen, obwohl sie selber weiß, dass sie vor der Wirklichkeit nicht bestehen können. Überall dort, wo sie in der Regierung ist, bleibt sie folglich meilenweit von ihren Ankündigungen entfernt. Mit ihren Anträgen im Bundestag wären zum Beispiel Mehrkosten von 154,7 Mrd. € verbunden.“

Wie soll man als Sozialdemokrat und Menschenrechtler mit einer Linken à la Sahra Wagenknecht bei einer Podiumsdiskussion über Demokratie in der Welt einen Konsens erreichen? Wie stellst Du Dir das vor?

„Einen Konsens wird es da sicher auch nicht geben. Gerade deshalb müssen wir uns in der Sache mit dieser Partei kritisch auseinandersetzen. Es ist unmöglich, sich mit dieser Partei gemein zu machen. Und das will auch niemand! NATO-Austritt und Ablehnung des EU-Vertrages würden uns in Europa und weltweit isolieren; mit ihren abenteuerlichen Ausgaben würden die Sozialsysteme ruiniert werden. Deshalb kommt die „Linke“ als Partner im Bund nicht in Betracht.“

Vorausgesetzt, wir kommen an Gesprächen mit der Linken nicht vorbei, wie gehen wir mit ihr um, wenn Oskar Lafontaine noch Mitvorsitzender ist?

„Wir wollen die Linkspartei in der Sache stellen, wie es sich für Demokraten gehört– auch mit Herrn Lafontaine. Aber ein Partner wird er für uns sicher nie mehr werden.“

Vor den Landtagswahlen in Niedersachsen, Hessen und Hamburg hast Du eine Zusammenarbeit mit der Linken abgelehnt. Jetzt heißt es, die SPD begehe Wortbruch. Was kann ich dem entgegenhalten?

„In Hessen hat sich das gesamte Parteiensystem gegenseitig blockiert. Es ist unsere Aufgabe als SPD im Interesse des Landes und unserer Wähler zu handeln. Die CDU und Roland Koch sind mit zweistelligen Verlusten abgewählt worden. Die hessischen Wähler wollen einen Neuanfang – in der Bildungspolitik, der Sozialpolitik und vor allem in der politischen Kultur des Landes. Es ist aufgrund des Wählervotums und der Blockadehaltung insbesondere der FDP bisher nicht möglich, alles genauso zu machen, wie wir es uns vorgenommen haben. In dieser Lage müssen wir der hessischen SPD die Entscheidung überlassen, wie sie für Hessen eine neue, stabile Landesregierung bilden kann. Andrea Ypsilanti hat die Möglichkeiten ausgelotet und wird nun im Landtag die geschäftsführende Restregierung Koch mit sozialdemokratischer Politik stellen.“

Welchen Beitrag kann die Basis leisten, dass die SPD nicht als widersprüchlich wahrgenommen wird?

„ Wir müssen klar und selbstbewusst für unsere Regierungserfolge und die auf unserem Parteitag in Hamburg beschlossene Politik werben. Nur die SPD will und kann wirtschaftlichen Erfolg und ökologische Vernunft mit sozialer Gerechtigkeit verbinden.“

Wenn es neben der CDU/FDP eine linke Mehrheit gibt, sollte sie nicht genutzt werden?

„Die SPD nimmt ihre Verantwortung für unser Land ernst. Deshalb kann es 2009 keine Zusammenarbeit mit der Linkspartei auf Bundesebene geben. In den Ländern muss diese Frage von Fall zu Fall – mit Blick auf Programm und handelnde Personen der anderen Parteien - abgewogen werden.“

Wo bestehen große Disparitäten? Wo könnte es zu einer Zusammenarbeit kommen? Sind aus Deiner Sicht Unterschiede zu machen zwischen Kommunal-, Landes- oder Bundesebene?

„Die außen- und sicherheitspolitischen Vorstellungen der Linkspartei würden Deutschland international isolieren. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik würde kommenden Generationen einen gigantischen Schuldenberg überlassen. Auf Landes- und Kommunalebene gibt es andere Zuständigkeiten. Ob dort Absprachen oder Koalitionen möglich sind, muss in jedem Land und jeder Kommune entschieden werden.“

Lassen wir uns von den Schwarzen sagen, mit wem wir koalieren dürfen?

„Nein. Ein großer Teil derjenigen, die uns in diesen Wochen mit Kritik überziehen, hätte das aber gerne.“

Liegt es nicht gerade an der SPD, die Linke in das demokratische System einzugliedern und sie durch eine Zusammenarbeit moderater mitzugestalten? Sollte sie nicht so behandelt werden, wie andere sozialistische Parteien in westeuropäischen Ländern?

„ Wir haben kein Interesse daran, dieser Partei zu helfen und sie gar zu stabilisieren. Es macht allerdings auch keinen Sinn, so zu tun, als existiere sie – jedenfalls vorübergehend – nicht.“

Welcher Teufel hat Dich geritten, die Linkspartei-Debatte eine Woche vor der Hamburg-Wahl loszutreten?

„Als SPD-Vorsitzender musste ich der These widersprechen, dass unsere Spitzenkandidatin in Hessen unter keinen Umständen im Landtag kandidieren dürfe. Zu verlangen, dass wir unsere personelle und sachliche Alternative nicht zur Wahl stellen, widerspricht allen parlamentarischen Traditionen. Ich hätte damit rechnen sollen, dass diese Anmerkung in vertraulicher Runde nicht vertraulich bleibt. Diese Irritationen bedaure ich.“

Ist die Geschichte entgegen Deiner Hoffnung nach hinten losgegangen?

„Mit heftigen Diskussionen musste ich in jedem Fall rechnen. Es ist vor dem Hintergrund auch der jüngsten Geschichte für uns nicht leicht, die Partei ‚Die Linke’ als normalen Konkurrenten in Parlamenten zu akzeptieren. Nur darum geht es. Dass wir geradezu auffordern würden, mit ihr zusammen zu arbeiten, ist eine Unterstellung! Die Beurteilung, ob das möglich oder sogar unvermeidlich ist und der SPD nicht schadet, muss von den Verantwortlichen vor Ort getroffen werden.“

Wo steht die SPD in einem Fünf-Parteien-System?

„Wir sind die linke Volkspartei und organisieren die solidarische Mehrheit in Deutschland, die eine offene und gerechte Leistungsgesellschaft anstrebt. Um dieser Ziele willen müssen wir offen sein für diejenigen, die mit uns verlässlich für eine starke Wirtschaft, Umweltschutz und soziale Gerechtigkeit sorgen wollen.“

Welche langfristige (Neu)Orientierung wird im Verhältnis zur Partei die Linke angestrebt?

„Ich erstrebe kein besonderes Verhältnis zu dieser Partei und schon gar kein langfristiges. Sie ist politischer Gegner, wie alle anderen auch. Wir orientieren uns an unseren Grundwerten, Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität und nicht an anderen Parteien.“

Euer

Kurt Beck

Dieser Brief hat den Ortsverein, vertreten durch den Ortsvereinsvorsitzenden Frank Siegert, am 12. März 2008 erreicht. Da er von grundsätzlicher Bedeutung ist, soll er der interessierten Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden.

Archiviert am 06.05.2008



SPD - Ortsverein Selsingen
Frank Siegert
Birkenweg 3
27446 Selsingen
Tel. 04284/1352

Herrn
Bundesumweltminister
Sigmar Gabriel
Bundesministerium für Umwelt,
Naturschutz und Reaktorsicherheit

Alexanderplatz 6
10178 Berlin

im Februar 2008

Lieber Genosse Sigmar Gabriel,

es passiert sehr selten, dass ich mich schriftlich an Bundes- oder Landespolitiker wende. Heute aber gibst du mir und dem Ortverein nunmehr allen Grund dazu.

Innerhalb sehr kurzer Zeit warst du uns als Wahlkampfunterstützung für unseren Landtagskandidaten Bernd Wölbern angekündigt, Betriebe in unserer Samtgemeinde einen Besuch abzustatten und somit Bernd tatkräftig zu unterstützen. Diesen Besuch hast du aufgrund des Weltklimagipfels abgesagt, gleichzeitig hast du versprochen, diesen Termin nachzuholen. Der Nachholtermin platzte nun erneut.

Wir, der Ortsverein Selsingen sind sauer und wünschen uns, dass der Besuch bei der Firma Pape nachgeholt und als nette Geste eine Abendveranstaltung zu einem umweltpolitischen Thema drangehängt wird.

Wir sind ein kleiner Ortsverein mit 31 Genossen und die CDU hat in unserer Samtgemeinde einen durchschnittlichen Stimmenanteil von 55 - 65%. Bei den jüngsten Landtagswahlen sank die Wahlbeteiligung erneut von 75,7 auf 65,7%. Diese sehr schlechte Wahlbeteiligung sollte uns wachrütteln und zum Handeln bewegen. Politikverdrossenheit hat viel mit fehlender Glaubwürdigkeit der Akteure zu tun.

Daher ist es wichtig, dass wir Unterstützung aus Berlin bekommen. Enttäusche uns nicht noch einmal. Der Genosse Peter Struck hat uns mit viel Erfolg zur Seite gestanden und ist durch eine CDU geführte Gemeinde in der Samtgemeinde gar zum Ehrenbürger ernannt worden.

Ich würde mich sehr über eine schnelle Antwort von dir freuen und verbleibe

mit den besten Wünschen

Frank Siegert (OV-Vorsitzender)